21. September 2019: Damenmannschaft TSV Mardorf II – TSV Haddamar 0:2 (0:1)

Das Aufgebot:
Ann-Christin Heck, Chantal Houska, Hanna Gleißner, Laura Höhmann, Antonia Cramer, Katharina Damm, Melissa Kuhr, Luisa Otto, Johanna Finster, Janina Melms, Angelique Wenck

Eingewechselt:
60.min Kim Buschmann für Melissa Kuhr,
Anna Eichhorst für Antonia Cramer,
65.min Tracy Risch für Angelique Wenck

Tore:
13.min 0:1 Luisa Otto (Antonia Cramer),
78.min 0:2 Tracy Risch (Luisa Otto)

Gelbe Karten:
keine

Trotz dem ärgerlichen Punktverlust im Heimspiel gegen Seigertshausen fuhren unsere Mädels mit viel Selbstbewusstsein zum Auswärtsspiel nach Mardorf. Wir wissen gar nicht wie man das „Geläuf“ im Homberger Ortsteil bezeichnen soll, Vergleiche mit einem Sportplatz kann man nur wegen den zwei Toren und den „Strichen“  auf dem Platz(Wiese) stellen. Sowie ein Ball den Boden berührte flog er unkontrolliert wegen der „Hügel“ irgendwo hin, nur nicht da wo man ihn eigentlich erwartete. Unglaublich!!! Die Gastgeber kamen damit in der Anfangsphase besser zurecht, ohne sich allerdings eine Torchance zu erspielen. Die erste gute Möglichkeit für unsere Farben gleich ein Hochkaräter. In der 10.min ging ein Ball durch die gegnerische Abwehr, Luisa Otto setzte nach, erlief sich die Pille, kam auch an der Torhüterin vorbei, doch die Pille flog am Pfosten vorbei ins Aus.

2min später war unser kleiner Wirbelwind erfolgreicher. Klasse der Pass von Antonia Cramer durch die Schnittstelle von Mardorf, Luisa setzte sich klasse ab und schob das überlegt zum 0:1 ins lange Eck. 5 Minuten nach der Führung die gute Chance zum 0:2, doch die Mardorfer Torhüterin hatte gegen Angie gut mitgespielt. Das Spiel trotzdem sehr zerfahren, das war jedoch auch den Bodenverhältnissen geschuldet. Flach ging gar nichts, die Kugel sprang auf dem „Beton“ wie ein Flipper und war von beiden Mannschaften kaum zu kontrollieren. Auf unserer Seite fehlte es im Mittelfeld. Hier bekam man einfach keinen Zugriff über den Ball, anstatt mal das Leder zu halten, wurde zu schnell der Pass in die Spitze versucht, wobei der ein oder andere auch versprang. Nach einer halben Stunde übernahm Johanna die Initiative, brachte nun mit viel körperlichem Aufwand Druck ins eigene Angriffsspiel, spielte dabei richtig gute Bälle auf Luisa und Schwester Antonia, die aber leider nicht zum finalen Abschluss kamen.

Vom Gegner bis dahin nichts zu sehen, doch in der 37.min bekamen sie vom Schiedsrichtere einen mehr als zweifelhaften Elfmeter zugesprochen. Unsere bis dahin gute Defensive bekam hier die Pille nicht geklärt und nach einem Aufschrei des Gegners zeigte der Schiri auf den Punkt. Man könnte es schon fast Gerechtigkeit nennen, denn der Elfmeter flog am Kasten von Anni vorbei ins Aus. Jetzt unser Team etwas in der Defensive verunsichert, einige kleine Fehler, doch Anni behielt immer die Übersicht. Kurz vor dem Wechsel noch eine Möglichkeit für Angie, doch die gegnerische Torfrau hatte gut mitgespielt. Nur Sekunden waren in der 2.Hälfte gespielt als sich Luisa Otto klasse durchsetzte, doch die Hereingabe wurde wieder von der besten des Gegners abgefangen. Johanna eroberte in der 52.min das Leder, machte viele Meter durch das Mittelfeld, zog dann vielleicht etwas zu früh ab und das Leder flog am Tor vorbei. Luisa eroberte Sekunden später den Abstoß, setzte sich wunderbar auf der Außenbahn durch, doch wieder ist die gegnerische Nummer Eins vor unseren Spielerinnen am Ball.

Nach einer guten Stunde stand unsere Elf zu tief und brachte so den Gegner öfters ins Spiel, ohne das die sich jedoch eine einzige Möglichkeit erspielen konnten. In der letzten Viertelstunde zeigte sich, dass das aufwendige Training mit Standards wichtig ist. Jeder Eckball löste jetzt Höchstalarm beim Gegner aus, die Ecken von Luisa Otto kamen klasse in den Strafraum und wurden ein ums andere Mal gefährlich. Laura Höhmann hatte die Chance in der 75.min sich mit dem 0:2 unsterblich zu machen, doch leider flog die Pille über den gegnerischen Querbalken. Zwei Minuten machte es Tracy besser, nutzte nach einem Eckball die Verwirrung des Gegners und knallte das Leder zum 0:2 in die Maschen. Dabei blieb es auch bis zum Ende was erst einmal mit Gesang gefeiert wurde.

Dass man mit diesem Sieg die Tabellenführung übernommen hatte, bis jetzt einmalig in der Geschichte des halmerschen Damenfußballs, hatte noch keine unserer Damen so richtig registriert. Unglaublich und wunderschön für alle von der SG Kiloha und vor allem für die Mädels selbst. Aber im Erfolg liegt auch eine gewisse Gefahr. Bis jetzt hatten unsere Mädels hauptsächlich nur aus Spaß gespielt, jetzt kommt aber der Erfolg und damit muss man erst einmal umgehen können. Der Kader der Damenmannschaft besteht aus 22 Spielerinnen und nur 14 können spielen. Beide Trainer brauchen hier ein glückliches Händchen bei der Rotation, doch auch die Mädels müssen hier mitziehen. Da darf es keinen „Zickenkrieg“ geben untereinander, aber da sich unsere Mädels ja alle klasse verstehen, sollte das kein Problem sein.