03. Oktober 2019: Damenmannschaft SG Wettes/Breuna/Oberl. – TSV Haddamar 1:1 (1:0)

Das Aufgebot:
Ann – Christin Heck, Chantal Houska, Laura Höhmann, Luisa Weidel, Janina Melms, Luisa Otto, Johanna Finster, Simone Richter, Katharina Damm

Eingewechselt:
46.min Elisa Mand für Simone Richter,
60.min Antonia Cramer für Luisa Otto,
75.min Kim Elisa Buschmann für Janina Melms

Tore:
38.min 1:0;
49.min 1:1 Johanna Finster

Gelbe Karten:
keine

Es ist wirklich ein ganz neuer Geist im Team des TSV Haddamar. Noch vor einem Jahr wäre man wahrscheinlich „abgeschossen“ worden, doch das hat sich grundlegend geändert. Jetzt wehrt man sich, auch wenn man gegen starke Mannschaften spielt. Außerdem stimmt die körperliche Konstitution, die wochenlange, harte und oft auch nervige Vorbereitung zahlt sich aus, alle Spielerinnen sind fit und können auch gegen starke Teams das Tempo mitgehen. An Spiele „Neun gegen Neun“ können wir uns nicht gewöhnen, entweder macht das die ganze Klasse oder man lässt es. Die Umstellung machte unseren Mädels in den ersten Minuten zu schaffen. Es ist eben alles anders, der Platz ist viel kleiner, die Raumaufteilung viel schwieriger. Die Gastgeber kennen das und hatten auch Vorteile in den Anfangsminuten, ohne sich allerdings eine Möglichkeit zu erspielen. Diese hatte der TSV in der 07.min.

Wunderschön anzuschauen wurde das Spiel eröffnet und Katharina steckte dann überragend in die Schnittstelle zu Luisa Weidel durch. Der Kapitän einer tollen Truppe machte alles richtig, drehte sich wie früher Gerd Müller um die Gegnerin, zog ab, aber zum Entsetzen von Luisa selbst und dem eigenen Anhang ging das Leder 2mm am Pfosten vorbei ins Aus. 37 Sekunden später setzte „Katta“ die Abwehr von Breuna unter Druck, „klaute“ das Leder und stand in guter Position vorm gegnerischen Kasten. Der Schuss wirklich gut, aber noch besser die Torfrau der Gastgeber. Beim Gegner eine Spielerin, die locker zwei Klassen höher spielen könnte. Die steckte nach einer Viertelstunde wunderbar durch, doch unsere überragende „Anni“ im Tor hatte aufgepasst. Breuna wurde jetzt stärker und hatte sofort auch Möglichkeiten, doch unsere Defensive stemmte sich mit allem was sie aufbieten konnten dem Favoriten entgegen. Wenn dann doch mal was durchkam, war Ann – Christin zur Stelle, auch hatte man das ein oder andere Mal Glück, dass der Gegner neben oder über das Tor schoss.

In der 26.min wurde der Ball vom Gegner abgefangen und sofort schalteten unsere Damen um. Der Gegner konnte zwar zum Einwurf klären, aber der wurde schnell ausgeführt und „Katharina die Große“ hatte freie Bahn. Doch wieder erwies sich die gegnerische Torhüterin als Meister ihres Faches und verwehrte Katharina den Sprung ins große Glück. Der Titelaspirant Breuna in dieser Phase trotzdem stärker, auf unserer Seite fehlte im Mittelfeld der ruhende Pol um mal Ruhe ins eigene Spiel zu bekommen. Da hatte der Gastgeber mit ihrer tollen Mittelfeldspielerin Vorteile und nicht umsonst machte die in der 38.min auch das 1:0. Hier zeigte sie eine weitere Stärke, war nach einem Eckball mit dem Kopf zur Stelle und erzielte das 1:0.

Unmittelbar vor der Pause ein Abwehrfehler des Gegners, Katharina schnappte sich das Leder und zog allein in Richtung gegnerisches Tor. Diesmal kam „Katta“ an der Torfrau vorbei, doch leider rutsche das Leder auch am Pfosten vorbei ins Aus. Zur 2.Halbzeit kam die lange verletzte Elisa Mand und auch die ist bekannt beim Gegner. Die stellten sogar ihre Beste gegen Elisa, eine tolle Wertschätzung für unseren blonden Blitz. Wenige Sekunden waren gespielt als unsere „Neun“ einen tollen Spielzug auf´s Feld der Ehre zauberten. Luisa eröffnete, legte auf für Luisa Otto, die „kleine“ passte zu Elisa, doch auch die scheiterte an der guten Torfrau. Zwei Minuten später war es soweit. Wunderbar setzte Johanna Finster den Gegner unter Druck, holte sich das Leder, machte „Meter“ und schoss aus 12m platziert zum 1:1 Ausgleich ein.

Unser Team besser in den nächsten Minuten, musste nur einmal eine Schrecksekunde überstehen als der Schuss des Gegners an unseren Pfosten klatschte. Nach einer guten Stunde kam Breuna noch einmal auf, machte viel Druck, doch überragend wie Laura Höhmann, Chantan Houska, Janina Mels und alle anderen sich dem Gegner entgegen warfen und das Tor sauber hielten. Kam doch mal was durch, war auf Ann – Christin, die vorm Spiel nervös war wie selten, Verlass. Mit einer „Bier Ruhe“ hielt sie einfach alles was auf ihre Kiste kam. Trotzdem zitterte man an der Linie bis endlich der sehr sehr gute Schiedsrichter Ralf Hüther abpfiff. Die Zuschauer hatten ein tolles Spiel gesehen und gaben auch fairerweise zu, dass das Remis insgesamt verdient war. Es hätte auch 5:5 ausgehen können bei den vielen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Damit bleibt unsere Damenmannschaft ungeschlagen auf dem 2.Tabellenplatz. 

Wir von der Redaktion ziehen ganz tief den Hut und sagen Chapeau Mädels