12. Oktober 2019: Damenmannschaft TSV Haddamar – TSV Odershausen 2:1 (0:1)

Das Aufgebot:
Ann – Christin Heck, Chantal Houska, Laura Höhmann, Luisa Weidel, Janina Melms, Luisa Otto, Johanna Finster, Simone Richter, Katharina Damm

Eingewechselt:
32.min Janina Melms für Melissa Kuhr,
40.min Angelique Wenck für Simone Richter,
56.min Franziska Umbach für Alisa Ried

Tore:
10.min 0:1;
64.min 1:1 Angelique Wenck (Simone Richter);
88.min 2:1 Alisa Ried (Angelique Wenck)

Gelbe Karten:
keine

Die Ausgangslage bei den Spielen unserer Damenmannschaft hat sich grundlegend geändert. Nicht mehr unsere Mannschaft ist der Underdog und das Team welches nur Gegentore verhindern will, sondern die gegnerischen Mannschaften. Jetzt sind wir vom Jäger zum Gejagten geworden, unsere Elf muss nun das Spiel machen, die Gegner stehen meistens hinten drin und versuchen ihr Heil in der Verteidigung. Da müssen sich Johanna, Laura, Alisa und Mitspielerinnen umstellen, was erst einmal gar nicht so einfach ist. Gegen Odershausen konnte man die Nervosität der Mädels förmlich greifen, alles wirkte hektisch und hypernervös.

Da ging auch schon einmal etwas daneben, was im Training zu 150% klappt. Wie anders sollte die Erklärung dafür sein, dass man eigentlich nach wenigen Minuten schon führen musste, vor allem Alisa spielten hier die Nerven öfters einen Streich und sie konnte die guten Möglichkeiten nicht zum Torerfolg nutzten. Trotz der vergebenen Chancen schien die Führung nur eine Frage der Zeit zu sein als in der 07.min die kalte Dusche kam. Der Versuch aus der Abwehr nach vorne zu spielen wurde von Odershausen abgefangen und nach einem platzierten Schuss aus 16m stand es urplötzlich 0:1. Schnell wollten unsere Mädels den Rückstand wieder ausgleichen, spielten weiter offensive nach vorn, doch die großen Unsicherheiten in der eigenen Abwehr blieben.

Laura Höhmann nahm nach 20 Minuten einen geilen Pass von Antonia auf, konnte eigentlich allein bis ins gegnerische Tor laufen, schoss aber viel zu früh und die Torhüterin rettete zur Ecke. Auch Alisa wieder mit Möglichkeiten, doch das Leder wollte einfach nicht ins gegnerische Tor. Keine konnte so richtig die Nervosität abstreifen, nach der guten Spieleröffnung folgte meistens ein einfacher Fehler und der Gegner konnte klären. Auch fehlten unseren Damen die Traute mal abzuziehen, meistens ging es im Strafraum noch einmal quer anstatt auf die Kiste zu hauen. Die Unsicherheiten in unserer Abwehr auch nach der Pause, doch Odershausen nutzte die gute Möglichkeit in der 47.min nicht.

Der TSV Haddamar weiter im Vorwärtsgang, doch die Chancen wurden weiter vergeben. Die Hektik wurde immer stärker, selbst im Strafraum wurde die Verantwortung weiter gegeben, anstatt selbst den Abschluss zu suchen. Nach einer guten Stunde ein Riesenbock unserer Abwehrchefin, doch Hanna Gleißner bügelte den Fehler mit einer überragenden Abwehraktion gerade noch aus. Hinten war Hanna eine Bank und im Vorwärtsgang wurden jetzt Katharina, Johanna und Chantal immer stärker. Die machten unglaubliche „Meter“ und versuchten dabei ihre Mitspielerinnen mitzunehmen. Trotzdem verrannen die Minuten immer schneller und man fragte sich auf den Rängen wer überhaupt bei den tollen Möglichkeiten auf unserer Seite ein Tor schießen sollte. Selbst Chancen aus kurzer Entfernung konnten nicht genutzt werden, es war kaum zu fassen. In der 77.min die Erlösung.

Simone Richter spielte den genialen Pass in die Schnittstelle und Angelique vollendete cool zum 1:1 Ausgleich. 100 Sekunden später musste Angie eigentlich nachlegen. Die gute gegnerische Torhüterin lenkte einen Schuss an die Latte, von da aus prallte die Pille zu Angie, aber der Kopfball zu schwach. Die letzten Kräfte wurden mobilisiert, alle liefen soweit sie ihre Füße trugen. Alisa und Angie in der 86.min mit der Chance, aber wieder nichts. Nach 89 schier endlosen Minuten klappte es endlich. Angie zog aus 14m ab, das Leder prallte vom Innenpfosten vor die Füße von Alisa Ried und die bugsierte diesmal mit aller Ruhe das Runde ins Eckige zum 2:1. Die Anspannung fiel von allen ab und man konnte einen verdienten, aber auch etwas glücklichen, Sieg feiern.