26. 0ktober 2019: Damenmannschaft TSV Haddamar – FSV Kassel 3:1 (1:1)

Das Aufgebot:
Ann – Christin Heck, Chantal Houska, Janina Heinemann, Johanna Finster, Laura Höhmann, Simone Richter, Katharina Damm, Alisa Ried; Luisa Weidel

Eingewechselt:
27.min Angelique Wenck für Simone Richter,
59.min Kim Elisa Buschmann für Alisa Ried,
66.min Janina Melms für Laura Höhmann 

Tore:
20.min 0:1;
25.min 1:1 Alisa Ried (Johanna Finster),
86.min 2:1 Alisa Ried (Katharina Damm);
91.min 3:1 Angelique Wenck (Katharina Damm)

Gelbe Karten:
keine

Die Einteilung der Kreisliga A bei der Damenmannschaft ist eine echte Katastrophe. Bei 11 Mannschaften treten 4 Teams mit (9er) Mannschaften an, Vollmarshasuen hat sogar nur eine (7er) gemeldet. Für diese Mannschaften ist es einfacher, sie haben ja immer die gleichen Bedingungen. Alle anderen aber müssen sich in diesen Spielen umstellen und das ist einfach bescheiden. Das fängt schon beim Platzaufbau an, hier muss ein neues kleineres Spielfeld abgestreut werden, auch wird bei den (9er) und (7er) auf kleine Tore gespielt.

Hier müssen die Vereine, die keine kleinen Tore haben, sich welche anschaffen. Vom Verband her will man jeder Frau(Mädchen) die Möglichkeit geben um Fußball zu spielen. Ob man mit dieser Regelung mit verschieden Teamstärken innerhalb einer Gruppe zu spielen damit das Richtige tut, ist eher zweifelhaft. Leider mussten unsere Trainer wieder einigen Mädels absagen, es können ja leider gegen diese (9er) nur 12 auf dem Spielbericht stehen. Es zeigte sich auch, dass der kleine Raum(Platz) für uns nicht das richtige ist. Viele Bälle, die auf dem großen Spielfeld bei uns ankommen, gingen hier ins Aus. Trotzdem unser Team zu Beginn die stärkere Elf(neun), der Gegner aus Kassel hatte viel Respekt und stand mit 7 Spielerinnen immer hinter dem Ball.

Gegen dieses Bollwerk machten unsere Mädels den Fehler nicht konsequent über die Außen zu kommen, zu viel ging durch die Mitte und hier war es schwer durchzukommen. Nach 12 Minuten die erste Möglichkeit, doch Spielmacherin Luisa Weidel wurde abgeblockt. Im Gegenzug die erste Unsicherheit in der Defensive und der FSV kam frei zum Abschluss. Anni war schon geschlagen, aber die Pille ging nur an den Pfosten und beim Abpraller konnte Chantal retten. Laura und Co waren sichtlich nervös und angespannt, das führte zu vielen Fehlern bei der Spieleröffnung. Statt einfache Bälle zu spielen wurde spektakuläres versucht, die Bälle in die Spitze sogar für die superschnelle Katta fast immer zu lang. In der 20.min wieder so ein Fehler beim Spielaufbau, der Gegner schaltete schnell um, spielte den Konter überragend zu Ende und e stand 0:1.

Fast postwendend aber die richtige und gute Antwort unserer Damen. Johanna machte Meter im Mittelfeld, fast war der Ball schon weg, doch im letzten Moment konnte sie das Leder noch zu Alisa Ried spitzeln. Klasse dann der Antritt von Alisa an ihrer Gegnerin vorbei, spielte dann noch die Torfrau aus und schob zum 1:1 Ausgleich ein. Jetzt die beste Phase von unserem Team. Mit gutem Spiel wurden Möglichkeiten kreiert, diese aber leider auch etwas leichtfertig vergeben. Was aber auch blieb, waren die Unsicherheiten in der Abwehr. Völlig ungewohnt wie hier einige Fehler unseren ansonsten starken  Abwehrspielerinnen unterliefen. Gut, dass es die zwei guten, aber auch sehr aggressiven Stürmerinnen des Gegners nicht nutzten.

Kurz vor dem Wechsel noch zwei gute Chancen. „Katta“ zog aus guter Position ab, doch die gute Torhüterin stand richtig. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff eine wundervolle und überragende technische Feinheit von der „großen Katharina“ bei der Ballannahme. Auch der selbsternannte beste Fußballer der Welt(Ronaldo) wäre hier blass geworden. Nach diesem Kabinettstückchen noch eine tolle Flanke, doch keiner ihrer staunenden Mitspielerinnen war durch gelaufen um das Leder ins Tor zu drücken. Schade, das wäre ein Tor wert gewesen. 4 Minuten nach der Pause eine Chance für Angelique. Katta hatte gut vorgelegt, aber die Abwehr von Kassel bekam beim Schuss von Angie noch einen Fuß dazwischen. Anschließend lief nicht mehr viel zusammen bei unserem Team. Es fehlte jetzt fast alles. Das Spiel völlig zerfahren, kein Spiel ohne Ball, keine Kreativität in der Offensive, keine Ideen, auch wurde im gegnerischen Strafraum das Eins gegen Eins vermisst.

Dazu weiter Unsicherheiten in der Defensive und im Rückzugverhalten, hier musste Anni dann mehrmals Kopf und Kragen riskieren. Nach einer Stunde wurde sie bei Aktion dermaßen unfair angegangen, dass sie nur mit Schmerzen weiterspielen konnte und eventuell in den nächsten Spielen fehlen wird. Einzig wenn Katharina am Leder war, kam so etwas wie Gefahr auf unserer Seite auf. An der Linie hoffte man jedoch weiter auf den Lucky Punch. Das Gute beim TSV Haddamar ist ja die tolle konditionelle Verfassung, auch hatte man gut durchgewechselt und den Spielerinnen eine Pause ermöglicht. Das machte sich wie schon gegen Odershausen in den Schlußminuten bezahlt. Katharina brachte in der 86.min einen Eckball scharf nach innen, die gegnerische Abwehr konnte nicht energisch genug klären und das Leder landete vor den Füßen von Alisa.

Die legte noch einmal alles was sie hatte in den Schuss und die Granate schlug zum vielumjubelten 2:1 im gegnerischen Netz ein. Die Gäste warfen alles nach vorne, doch der Schuss ging nach hinten los. Zunächst die Riesenchance in der 89.min, doch die Überzahl wurde nicht gut genug ausgespielt. In der der 91.min dann die endgültige Erlösung. Absolut überragend wie „Katta“ da hinging wo es weh tut, sich klasse die Pille holte, die Gegnerin ausspielte und aus 16m abzog. Die Torhüterin konnte den harten Schuss nicht festhalten und Angie schob den Abpraller über die Linie zum 3:1 Endstand. Am Ende der Hinrunde steht unser Team damit an der Tabellenspitze und ist weiter ungeschlagen. Unsere Redaktion verneigt sich ganz tief vor dieser tollen Leistung und sagt: Chapeau Mädels

Wir sind wahnsinnig stolz auf Euch alle