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Bericht und Bilder Damen TSV Haddamar – Mardorf

Auf dem hügeligen „Gelände“ in Mardorf unsere Mannschaft zwar wieder mit dem letzten Aufgebot, aber das wird bis zur Winterpause auch nicht besser. Man muss jetzt versuchen, das Beste aus der schlechten Situation zu machen, aber nur allein mit Kampf und Leidenschaft wird es, vor allem gegen die stärkeren Teams, nicht reichen.

Am Samstag gegen Mardorf hätte man aber was holen müssen. Der Gegner auf, sagen wir mal auf Augenhöhe, aber gewiss nicht stärker als unsere Elf. Im Aufstiegsjahr wären wir mit Sicherheit als Sieger vom Platz gegangen, aber nun nach Corona, ist alles anders.

Wir haben es schon in unseren Berichten mehrfach erwähnt, dass das Selbstvertrauen in die eigene Stärke, vor allem bei den Führungsspielern, völlig weg ist. Sicher ist es in Mardorf schwer, eigentlich unmöglich, einen flachen Pass an die eigene Frau zu bringen, denn die „Heinz und Herberts“!!, sind im Homberger Stadtteil besonders groß und machen dementsprechend größere „Berge“. Dann muss man aber versuchen halbhoch zu spielen, aber hier fehlt vielen die Traute, aber auch das „Füßchen“.

Natascha zum Beispiel ist eigentlich eine überragende Fußballerin, die Bälle wunderbar verarbeiten kann, gute Pässe spielt, auch mal selbst an zwei, drei Gegnerinnen vorbei gehen kann und dann den Abschluss sucht. Das ist alles weg bei dem „kleinen blonden Blitz“. Viel zu überhastet bei der Spieleröffnung, so passieren dann die ungewohnten Fehlpässe. Überragend immer noch ihre Leidenschaft im Zweikampf, aber nach vorne kann sie viele viel mehr.

Die lange Pause zeigt hier ihre Wirkung, genau wie bei Simone und Julia. Auch die hadern sehr mit sich, versuchen wie alle anderen auch alles, aber oft, zu oft, gelingt es nicht, die normale Leistung abzurufen.

Ein gutes Beispiel die ersten beiden Chancen. In der 07.min war Julia eigentlich in guter Position, drang auch in den Strafraum ein, aber anstatt den Abschluss zu suchen, versuchte sie einen Querpass, obwohl die beiden Mitspielerinnen zugestellt waren. Ein Déjà-vu 10 Minuten später. Erneut Julia in guter Position, aber der Abschluss nicht Fisch, nicht Fleisch, nicht Schuss, nicht Flanke und so verpuffte die eigentlich gute Möglichkeit.

Mardorf nach 20!! Minuten das erste Mal vor unserem Tor, aber auch das nicht gerade überzeugend. Nach einer guten halben Stunde schien die Führung fällig zu sein. Super machte hier Julia bei der Spieleröffnung den Ball schnell, setzte wunderbar Katharina ein, die zog nach einem Sprint auch klasse ab, aber das Leder flog zwei Zentimeter am gegnerischen Tor  vorbei.

Und wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. Der Schiedsrichter hatte in der 38.min ein (Vergehen???) gesehen und gab Freistoß. Der wurde aus 18m, zugegeben wunderschön, zum 1:0 verwandelt, was für uns den Spielverlauf auf den Kopf stellte.

Ein richtig guter Freistoß von Simone fischte die Torhüterin von Mardorf in der 55.min und lenkte das Leder mit letzter Kraft über die Latte. „Happy Haddamar“ mobilisierte noch einmal alle Kräfte und Janina Melms hätte fast zwei Minuten später den Ausgleich erzielt, aber die gute Direktabnahme ging am Tor vorbei.

Da wir ja alles „Bundestrainer“ sind, hätten wir in der letzten Viertelstunde Natascha entweder ins Mittelfeld oder sogar in die Spitze geschickt. Sie kann mit ihrer körperlichen Präsenz immer Angst beim Gegner auslösen und ob man nun 0:1 oder 0:2 verliert, ist eigentlich egal.

Hinten hätte eigentlich Janina Heinemann bleiben können, so viel Gefahr strahlte die gegnerische Offensive nun wirklich nicht aus. So verging die Zeit, es wurde immer kälter, trotz viel Sonnenschein, und alle waren froh, als das Spiel rum war und man nach Hause fahren konnte.

Schlimmer als die Niederlage ist die Verletzung  von Anni. Bei einem Zweikampf ein unglücklicher Zusammenprall und mit schmerzverzehrtem Gesicht ging unser Kapitän zu Boden. Sie bekam keine Luft, wahrscheinlich hatten hier die Rippen was bekommen. Super wie sich aber alle gegnerischen und unsere Spielerinnen gleich um sie bemühten und versuchten zu helfen.

Nach dem Spiel musste Anni ins Krankenhaus, ist aber mittlerweile wieder zu Hause, die genaue Diagnose steht aber noch aus. An dieser Stelle alles alles Gute, ganz viele Wünsche von allen und gute Besserung.

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