Das Aufgebot: Peter Gutbier, Moritz Ritter, Melih Bingül, Matthias Tropmann, Hannes Meyer, Robin Greif, Abdulrahman Jaber, Duncan Eckardt, Serhat Bingül, Nico Karwath, Kevin Böttner, Joe Feige, Lars Draude, Niklas Michels
Nach dem schlechten letzten Spiel der Vorbereitung war unsere Hoffnung, dass das gute alte Theatersprichwort auch mal für den Rückrundenstart unserer I. Mannschaft gilt.
Bericht von Cora Zinn
Die ersten drei Punkte der Rückrunde sind eingetütet. In Asterode erkämpfte sich die SG KiLoHa ein 1:0. Matchwinner war Lars Draude in der 79. Minute.
Das Spiel begann stürmisch, zunächst vergab Julius Kaplan für die Heimmannschaft eine hundertprozentige Chance (8.), dann hatte KiLoHas Stürmer Robin Greif eine Möglichkeit nach der anderen - die er leider alle nicht nutzte. Er scheiterte erst zwei Mal am guten Keeper von Asterode, Leon Huber (12., 15.), und dann an sich selbst (34.).
Matthias Tropmanns Schuss aus 18 Metern ging in der Folge knapp am Kasten vorbei (38.).
KiLoHa kam nach der Pause besser aus der Kabine: Erst scheiterte Tropmann mit einer direkten Ecke, den Nachschuss aus 18 Metern von Melih Bingül lenkte Huber an den Pfosten (48.). Danach hatte Christopher Wahl die Führung auf dem Fuß liegen, stolperte aber (50.). Auch sein Mitspieler Kaplan scheiterte kläglich vorm leeren Tor (61.) - alles zugunsten unserer SG.
Das nutze dann Draude zur 1:0-Führung aus, Nico Karwath bereitete gut vor (79.).
Danach hieß es nur noch verwalten, verwalten, verwalten.
Nachtrag der Redaktion
Nach der verpatzten Generalprobe im letzten Vorbereitungsspiel gab es bei unserer Redaktion, aber sicher auch beim Trainerteam die Hoffnung, dass die Premiere beim Saisonauftakt in Asterode ein Erfolg wird.
Die großen Fragen, mit welchem Team, mit welcher Aufstellung, man in das Match gegen die „kampferprobte“ Schwälmermannschaft gehen kann(soll), sorgten sicher für die ein oder andere schlaflose Nacht bei den Verantwortlichen. Vor der Partie wäre man sicher mit einem Remis zufrieden gewesen, das am Ende sogar ein Sieg heraussprang, zeigt und bestätigt unsere Redaktion wieder einmal, was für eine überragende Mannschaft, die nicht aus 11, sondern aus 15,16, 17 Spieler besteht, wir haben. Genauso wichtig natürlich Trainer Andreas, aber auch Betreuer Karsten und Physio Thomas, die ebenfalls einen eminent großen Anteil am Erfolg haben.
Sehr erfreulich, dass viele unserer Fans den langen Weg(50km) nach Asterode nicht gescheut hatten und dafür auch von ihren Lieblingen belohnt wurden. Besonders unsere vielen hübschen Mädels und Spielerfrauen ein echter Hingucker, da lacht das Herz von jedem Mann und Fotografen doppelt.
Die Stimmung schon beim Einlaufen prächtig, jeder der Spieler in den blauen Trikots mit bester Laune, alle freuten sich, dass es endlich losgeht. Die ersten Minuten gehörten dem Favoriten, die mit viel Körpersprache und körperlicher Präsenz in den Zweikämpfen das Kommando übernahm. Serhat und seine Abwehr hier in der Findungsphase, hatten in der 07.min auch das Glück bei einer großen Chance für den Gastgeber.
Nach 10 Minuten kam unsere Elf ins Spiel und sofort die Riesenchance zur Führung, doch Robin scheiterte am sehr guten Keeper. Beide Mannschaften versuchten es viel mit langen Bällen, wobei hier Peter Gutbier erst einmal die Nase von hatte und mit fantastischen Abschlägen und langen punktgenauen Zuspielen seine Stürmer fütterte.
Der „schnellste Dachdecker“ Deutschlands hatte nach zwei dieser überragenden Vorlagen freie Bahn zum großen Glück, scheiterte aber erst an der gegnerischen Nummer Eins und beim zweiten Versuch ging die Kugel am Tor vorbei. Zu allem Überfluss wurde Robin auch noch mit einem falschen Abseitspfiff zurückgepfiffen und um ein klares Tor betrogen.
Das Spiel sah jetzt gut aus auf unserer Seite, doch bei der letzten finalen Aktion fehlten Übersicht und die letzte Überzeugung. Zur Halbzeit ein glückliches 0:0 für den Gastgeber, es hätte mindestens 2 oder sogar 3: für uns stehen können, eigentlich müssen. Aber schon hier zeigt sich der Charakter des Teams, die den unglücklichen Robin nach seinen vergebenen Möglichkeiten sofort wieder aufbauten.
Bester Mann der 1. Halbzeit auf unserer Seite Hannes Meyer. Konnte ja nur in einem Vorbereitungsspiel mitwirken, doch als es darauf ankam, war der Junge mit dem unglaublichen Körper(Arnold würde neidisch werden) sofort da. Mit neuer Frisur, wobei hier die Geschmäcker verschieden sind, ausgestattet, zeigte Hannes ganz viel Übersicht, superstark im Zweikampf, antizipierte überragend, sein Stellungsspiel am Boden und in der Luft eine Augenweide.
In der Halbzeit guter alter Schlager vom allerfeinsten. Nicht wenige „ältere“ juckte es da bestimmt in den Füßen bei „Simsalabim“ von Andrea Berg. Gerne hätte hier der ein oder andere ein Tänzchen mit der liebsten oder unseren „Cheerleadern“ aufs grüne Parkett gezaubert.
Hellwach unsere Kicker nach dem Wechsel. Matthias und Melih gleich mit zwei ganz großen Aktionen, doch entweder knapp vorbei oder aber der Pfosten half Asterode beim Freistoß von Melih. Auch der Gastgeber mit einer großen Chance in der 50.min, doch die wurde vergeben. Genau wie in 60.min als ein Abschlag von Peter Gutbier in den Beinen des Gegners landete, freie Bahn für den „grünen Stürmer“, doch aus kurzer Entfernung schoss der neben das Tor.
Das nun aber der Weckruf für KiLoHa und unsere Männer übernahmen das Spielgeschehen. Beim Gegner schienen nun der Tank leer zu sein, die Körner aufgebraut, was auf unserer Seite ganz anders aussah.
Beim „Hammer“ von Robin nach 75 Minuten jubelte auf der Haupttribüne der Kiloha Anhang, die hübschen Cheerleaders schwenkten die „Pompons“, doch der Teufelskerl im Asteröder Tor fischte das Leder mit einer phantastischen Parade aus dem Winkel.
4 Minuten später dann aber doch das hochverdiente 0:1. Diesmal kein langer Ball, sondern tolles Mittelfeldspiel. Ausgehend von Duncan auf Matthias, der mit der punktgenauen Flanke auf den zweiten Pfosten wo Nico zunächst mit einem Walzer im 3⁄ 4-Takt den Gegenspieler austanzte, dann aber aus spitzem Winkel am Keeper scheitert.
Die Pille landete aber vor den Füßen vom „kleinen“ Napoleon Lars Draude, der seine Klasse als beidfüßiger Fußballer zeigt und das Leder mit dem rechten Schlappen in die Maschen jagt.
Was für ein geiles Tor!!!
Noch waren 10 Minuten zu spielen und da zeigte sich unsere Elf sehr souverän. Man spielte weiter nach vorne, hielt so den Gegner weit vorm eigenen Tor weg, die es jetzt noch mehr mit englischem Fußball versuchten, aber das wurde alles ganz sicher von unserer Defensive abgefangen. Trotzdem noch zwei knifflige Situationen auf beiden Seiten, wo es sogar hätte Elfmeter geben können. Aber das glich sich dann ja aus. Am Ende ein Sieg, wobei unser Team mit ganz viel Leidenschaft als hochverdienter Sieger die Punkte aus Asterode entführen konnte.
Wir haben eine Mannschaft, wo ganz viel Potenzial drin steckt. Die größte Stärke unserer Mannschaft ist die Kameradschaft untereinander. Etwas, was wir seit der Gründung der SG KiLoHa noch nicht hatten.
Die Leidenschaft und das Miteinander innerhalb des Kaders, wo nicht nur 11, sondern 18,19,20 Spieler, Trainer, Betreuer und Physiotherapeut eine Einheit sind, die uns an den guten alten Spruch der 11 Freunde erinnert.
Das alles muss der SG KiLoHa erhalten bleiben und deshalb ist der Vorstand jetzt gefragt, mit allen Spielern in die Gespräche zu sprechen, und da wo es nötig ist, Überzeugungsarbeit zu leisten, das eine große Mannschaft auch zur nächsten Saison zusammenbleibt.
Einige Spieler haben das Interesse und Begehrlichkeiten von anderen Vereinen geweckt. Doch so schön wie bei KiLoHa kann es gar nicht sein, vor allem, weil die Mannschaft noch lange nicht den Zenit erreicht hat.
Und für die jungen Männer, die ans Aufhören oder kürzer treten denken, möchten wir ihnen die eine alte, aber immer noch gültige Weisheit mitgeben. Die Fußballzeit ist mit die schönste Zeit, die ein „Vollblutfußballer“ im Amateurfußball hat und zu alt gibt es nicht. Denn Klasse ist keine Frage des Alters, die hat man oder eben nicht. Und unsere Jungs(Männer) haben eben diese Klasse.
Einmal Kiloha, immer Kiloha oder gute Freunde kann niemand ……..!!!!
Dafür werfen wir auch gerne 5 Euro ins „Schweinchen“.
Überragend, fantastisch das Auftreten der neuen „Maschine“ von KiLoHa. Superstark im Zweikampf, ob am Boden oder in der Luft. Antizipierte klasse bei Überzahl des Gegners, schob hier mehrmals glänzend mit viel Übersicht zu und verhinderte Schlimmeres. Klasse auch sein Umschaltspiel, hat sich hier enorm verbessert. Gewöhnungsbedürftig nur der Haarschnitt, erinnerte uns an den “Gegenspieler„ Kurgan“ von Christopher Lambert im ersten Teil der Highlander Serie. Aber das ist natürlich nur Spaß!!